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Rede des GL-Fraktionsvorsitzenden Lothar Kothe zum Verkehrskonzept
in der GV-Sitzung vom 11.04.2019

Verkehrskonzept Ortsteile Malsfeld, Beiseförth und Dagobertshausen

Grundlage des vorgelegten Verkehrskonzeptes war ein Antrag der GL-Fraktion in der Gemeindevertretersitzung vom 28.06.2018.
Der Antrag hatte folgenden Text:
Die Gemeindevertretung der Gemeinde Malsfeld beschließt, die Beauftragung einer Studie für ein Verkehrslenkungskonzept für den Bereich der Ortsteile Malsfeld, Beiseförth und Dagobertshausen.
Die Studie soll insbesondere die zukünftige Entwicklung des gewerblichen und privaten Verkehrsaufkommens berücksichtigen. Bei allen Überlegungen soll die Nutzung des bestehenden Straßennetzes Priorität vor dem Neubau von Straßen und dem Eingriff in Natur und Umwelt haben.

Bei allen Alternativlösungen ist

  1. mit einer weit größeren Flächenversiegelung,
  2. mit einem dann zu erwartenden deutlich höheren Verkehrsaufkommen
  3. mit erheblich höheren Gesamtkosten (Ausnahme Weihersgrund) und hohen Unterhaltungskosten für die Gemeinde
  4. mit einer erheblichen zeitlichen Verzögerung durch Planung, notwendige langjährige Enteignungsverfahren und späteren Baubeginn ( 10 Jahre? )zu rechnen.

Der geplante Ringverkehr auf den vorhandenen Straßen wurde uns nun schon einige Male vorgestellt.
Unser Ziel ist es eine zeitlich schnell realisierbare Entlastungslösung mit mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erreichen.
Dabei sollte keine einseitige Belastung erfolgen. Wenn der gewünschte Erfolg ausbleibt, müssen weitere geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Wir, seitens der Gemeinschaftsliste, sind dann auch bereit über Änderungen zu sprechen.
Richtig finden wir, dass die Einbahnstraßenregelung in der Mühlenstraße  früher beginnt und noch verschiedene weitere Sicherheitsmaßnahmen dort durchgeführt werden sollen.

Die schon vielbefahrene Bergstraße darf aber nicht als neue Verbindungsstrecke für den überörtlichen Verkehr über den Fährberg neu entdeckt werden.
Durch die Vergrößerung des Kindergartens in Malsfeld - wir wollten einen
Neubau in Beiseförth – wird der Verkehr über den Fährberg weiter zunehmen, da viele Eltern ihre Kinder mit dem PKW zum Kindergarten bringen und wieder abholen &bis zu 4 Fahrten!)

Der Kreuzungsbereich vor der Firma Schmacher darf sich nicht nach der Umgestaltung zur Rennstrecke Richtung Niederbeisheim entwickeln.
Dadurch, dass kein Begegnungsverhehr durch den Schwerlasrverkehr mehr stattfindet ist eine sicherere Beförderung von Gefahrgütern besser gewährleistet.
Ziel sollte sein: Halbierung des LKW-Verkehrs -  Reduzierung des PKW-Verkehrs um bis zu 30%.
Die Belstung durch die Schumacherbelegschaft ist geringer als kommuniziert, da der Verkehr sich über alle betroffenen Ortsteile verteilt.

Nach der von uns beantragten Bürgerversammlung vom letzten Montag
in Beiseförth möchte ich für die GL-Fraktion folgende Erklärung abgeben:

1. Zustimmung zum Verkehrskonzept mit schnellstmöglicher Umsetzung der kurzfritigen Ansätze. Darüberhinaus ist eine jährliche Überprüfung der Verkehrsflüsse mittels Stichproben notwendig..

2. Mit der Zustimmung zum Verkehrskonzept und die vorgesehene Erweiterung der Firma Schumacher im Verfahren befindlichen Sondergebiet Hygiene könne wir uns allerdings keine weitere Expansion auf diesem Standort zukünftig mehr vorstellen und werden Erweiterungswünschen nicht mehr mittragen.

3. Es ist sicherzustellen, dass außer dem berechtigten Schwerlastverkehr keine weiteren LKWś die Straße von Dagobertshausen nach Beiseförth als Abkürzung benutzen.

Deshalb stellen wir den Antrag, dass der Gemeindevorstand laufend über den Fortgang der Arbeiten im HaFi berichtet.

Lothar Kothe