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FWG haben erhebliche Bedenken gegen geplante Salzpipeline

Die Freien Wählergemeinschaften in Nordhessen haben erhebliche Bedenken gegen die von Kali & Salz, Kassel, geplante Salzpipeline an die Oberweser.

Die Einleitung des Raumordnungsverfahrens zum Bau einer Salzpipeline von K&S setzt die langjährige Stückwerkspolitik des DAX- Konzerns in Nordhessen fort.
Es kann nach Ansicht der Freien Wähler nicht angehen, dass mit dem Schwingen der Arbeitsplatzkeule dringend notwendige Umweltschutzauflagen immer nur halbherzig befolgt werden. 4500 Arbeitsplätze sind gerade im Kreis Hersfeld-Rotenburg lebenswichtig und die gilt es zu erhalten.
Trotzdem geht es nicht an, dass Laugenverpressungen und Ableitungen in die Werra weiter, wenn auch in etwas abgeschwächter Form, erfolgen und dabei die Umwelt in erheblichem Maße schädigen.
Ein schlüssiges Umweltkonzept hat Kali & Salz bis heute nicht vorgelegt.
So werden auch die Abraumhalden weiter vergrößert. Die Heldenabwässer verseuchen die Grundwasserbestände und bleiben uns die nächsten 100 Jahre ganz sicher erhalten.
Unverständlich ist , dass die Grüne Hessische Umweltministerin Hinz einen Plan von K & S bis in das Jahr 2065 genehmigt hat, der kurz und mittelfristig keinerlei Verbesserungen vorsieht und nur dem Unternehmen nützt. Wo bleibt da der grüne Anspruch?

Nur eine große Lösung, die die Laugenabwässer direkt per Pipeline in die Nordsee leitet, macht Sinn und ist nachvollziehbar.
Dies ist die Auffassung des Sprechers der Nordhessischen Freien Wähler, Willi Werner, Edermünde. Als Mitglied der Regionalversammlung beim RP Kassel erklärt er, dass eine Salzpipeline bis zur Oberweser, nur Stückwerk sein kann.
Ein dafür nötiges Salzlaugen- Auffangbecken von 25 bis 30 Hektar Fläche würde im Bereich des Reinhardswaldes landschaftsschädigend und klimabeeinflussend wirken.

Dies ist den hier beheimateten Menschen weder zuzumuten noch zu vermitteln.